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  • 17.02.2021

Anpassung des Schutzkonzepts von Zertifizierungsstellen für Audits und Inspektionen während der COVID-19-Pandemie

ProCert und SQS haben eine angepasste Version ihres in Zusammenarbeit erstellten Schutzkonzepts für die Durchführung von Managementsystem- und Produktzertifizierungsaudits veröffentlicht.

Die dritte Ausgabe des Schutzkonzepts wurde bezüglich weiterer Massnahmen zur Gesundheitsschutz des Auditors / der Auditorin (Kapitel 1) und sämtlicher Aufwendungen (Kapitel 2) angepasst.

Zweck dieses Schutzkonzeptes für Audits und Inspektionen ist es, Massnahmen zum Schutz des Auditors/der Auditorin (auch in Auditteams sowie in Witness- oder anderweitiger Begleitung) und der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen des Unternehmens zu beschreiben, und zwar ergänzend zu den Anforderungen, die von Behörden, Unternehmen und weiteren Stakeholdern erlassen werden.

Das Dokument steht hier zum Download zur Verfügung.

  • 10.02.2021

ProCert Belgien zieht um!

Bei ProCert sind Profis mit hohem anerkanntem Qualitätsstandard am Werk.

Daher haben wir uns bemüht, ProCert Belgien an einen Ort umzusiedeln, der mit unseren Werten übereinstimmt. Das Gebäude „Bluepoint„ in Liège erfüllte alle unsere Anforderungen in Bezug auf Lage und Qualität für unsere angebotenen Dienstleistungen.

Unsere neue Adresse: ProCert SA, 191 Boulevard Emile de Laveleye, 4020 Liège.

Die E-Mail-Adresse für Belgien bleibt unverändert: . Die Telefonnummer für Belgien: +32475483755.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite International.

  • 04.02.2021

Re-Akkreditierung ISO 17021 im Bereich der Managementsysteme

Nach mehrtägigen Audits im Juli und September 2020 durch die Auditoren und Experten der Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS wurde ProCert im Januar 2021 für die Durchführung von Audits und die Durchführung von akkreditierten Zertifizierungen im Bereich Managementsysteme reakkreditiert.

Alle 5 Jahre findet ein Re-Akkreditierungsaudit statt, gefolgt von jährlichen Überwachungsaudits und ergänzt durch zahlreiche Witnessing-Audits. ProCert ist seit 1997 im Bereich der Managementsysteme akkreditiert, was sieben aufeinanderfolgenden Reakkreditierungszyklen entspricht.

Die Akkreditierungs- und das Qualitätsmanagementsystem-Verantwortung für die beiden Bereiche Managementsysteme und Produktezertifizierung liegen in der Verantwortung der Geschäftsleitung. Diese Beteiligung und dieses Engagement sind Teil der Unternehmenskultur von ProCert.

Wir sind stolz, dieses Audit bestanden zu haben, ein Erfolg, den wir im Wesentlichen dem unermüdlichen Einsatz unserer Auditorinnen und Auditoren verdanken. Sie setzen sich jeden Tag für die Werte von ProCert ein, und das unter manchmal schwierigen Bedingungen, immer mit dem Anliegen, eine vorbildliche Arbeit zu leisten.

Sie können das SAS-Zertifikat hier einsehen. Das detaillierte Register der akkreditierten Standards finden Sie hier

Für den Bereich der Produktzertifizierung ist das nächste Re-Akkreditierungsaudit für diesen Herbst geplant.

Neuerungen Bio-Verordnung 2021 und Infos

Zu beachten sind kleine Änderungen für Import und Verarbeitung in der Bio-Verordnung und wichtige Infos zum Import von Bio-Produkten aus UK, Japan, Ukraine, Russland, Kasachstan, Moldawien, China und der Türkei.

Bezüglich Verarbeitung und Import gab es auf den 1. Januar 2021 kleine Veränderungen bei nachfolgenden Themen:

  • Herstellung von Wein
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Verarbeitungshilfsstoffe
  • Länderliste
  • Zulassung Drittlandkontrollstellen
  • TRACES

Zusätzliche Informationen zu Import & TRACES

  • UK: Aufgrund des Brexit wurde zwischen CH-UK am 1. Januar 2021 eine Vereinbarung unterzeichnet. Gemäss dieser Vereinbarung wird das UK die Schweizer Bio-Gesetzgebung weiterhin als äquivalent anerkennen. Gleichzeitig anerkennt die Schweiz acht Zertifizierungsstellen an, die Produkte aus dem UK als Bio gemäss der bis Ende 2020 im UK anwendbaren EU-Bio-Gesetzgebung zertifizieren konnten.
  • UK: Das UK verlangt beim Import von Schweizer Bio-Produkten bis und mit 30. Juni 2021 kein Certificate of Inspection (CoI). Erst ab dem 1. Juli 2021 wird voraussichtlich eines mitgesendet werden müssen.
  • UK: Bio Importe von ausserhalb der EU müssen zwingend über das Onlinesystem TRACES abgewickelt werden. D.h. allfällige Importe vom UK in die Schweiz laufen neu auch über TRACES (nur falls dies nicht möglich sein sollte, akzeptieren wir auch Papier-KB’s (COI’s).
  • Japan: Das BLW und das Ministry for Agriculture, Forestry and Fisheries aus Japan haben sich auf die gegenseitige Anerkennung ihrer Bio-Standards für Tiere und Produkte tierischer Herkunft geeinigt. Damit wurde der Geltungsbereich der bisherigen Äquivalenz pflanzlicher Erzeugnisse und Produkte erweitert.
  • Japan: Im Rahmen dieses Arrangements hat sich ist die Schweiz verpflichtet, jährlich Informationen über die Art und die Menge der Schweizer Bioprodukte, die im vergangenen Kalenderjahr nach Japan exportiert wurden, zu liefern. Um diese Daten dem BLW im Jahresbericht der Zertifizierungsstelle zum ersten Mal am 31. Januar 2022 vorlegen zu können, müssen die Auditoren erfassen, wenn ein Kunde Bio-Ware nach Japan exportiert.

Zusätzliche risikobasierte Kontrollen für den Import von Bio-Produkten aus gewissen Ländern

  • Wegen der hohen Anzahl Ethylenoxid-Rückständsfälle der letzten Monate, verlangt die EU zusätzliche Kontrollen der Behörden bzw. der Zertifizierungsstellen für Bio Sesamsamen aus Indien und, je nach Risikobewertung, für andere Produkte wie Gewürze und Kräuter.
    Da in der Schweiz ebenfalls mehrere Fälle festgestellt wurden, empfiehlt das BLW uns, geeignete Massnahmen zu treffen.
  • Für das Jahr 2021 wurden die zusätzlichen risikobasierten Kontrollen betreffend Importen von Bio-Produkten aus gewissen Ländern erneut und durch die EU Kommission erweitert. Die wichtigste Anpassung ist, dass sie neu auch für Importe aus der Türkei gelten.
  • Somit gelten diese Empfehlung von zusätzlichen risikobasierten Kontrollen für Importe (unabhängig ob die Ware direkt aus einem der Länder oder über ein Drittland kommt) für folgende Länder: Ukraine, Russland, Kasachstan, Moldawien, China und die Türkei.

Die aktuelle Bio-Verordnung ist unter diesem Link verfügbar.

Neue Migros-Bio Richtlinien 2021

Die Richtlinien Migros Bio für Verarbeitung und Handel (Weisung W7.4.50) wurden überarbeitet und vom zuständigen Gremium (Bio Kernteam) verabschiedet.

Seit dem 1. Januar 2021 gelten folgende, kurz zusammengefasste, Änderungen:

  • Bio Weide-Beef:  Die Label-spezifischen Produktanforderungen wurden gestrichen.
  • Aquakultur:  EU-Bio Aquakulturprodukte müssen neu Migros-Zusatzkriterien erfüllen. Dies gilt auch für Produkte von ausserhalb Europa. Bis anhin waren ausserhalb Europas nur Verbandslabels zugelassen und innerhalb Europas wurde die EU-Bio Verordnung ohne die neuen Zusatzkriterien akzeptiert. Migros-Zusatzkriterien: Einhaltung eines Sozialstandards (Risikoländer), Nachweis über eine zugelassene Betäubungsmethode (Kaltwasserfisch) und Verbot von Metabisulfit bei Crevetten.
  • Deklaration:  Neu: Wenn das Herkunftsland auf der Produktetikette angegeben ist, genügt der Hinweis «*aus biologischer Landwirtschaft». Bis anhin musste auch bei Früchte und Gemüse der Hinweis gemacht werden «* = Aus ausländischer Bio-Produktion» oder «** = Aus Schweizer Bio-Produktion»

Die Richtlinien können auf dem SupplierNet und der Website der Migros heruntergeladen werden.

Neue Richtlinien BIO SUISSE 2021

Es gibt nur wenige Änderungen.

Neu muss eine betriebseigene Risikoanalyse zur Ziehung von Rückstellmuster vorhanden sein.

Weitere Anpassungen für die verschiedenen Produktegruppen finden Sie in den BIO SUISSE Richtlinien 2021 unter folgendem Link.

Zur Meldung von Rückstandsfällen benutzen Sie bitte das entsprechende Formular, welches auf unserer Homepage heruntergeladen werden kann.

Neuerungen Berg- & Alp-Verordnung (BAIV) 2021

In folgenden Artikeln gab es auf den 01.01.2021 Anpassungen:

  • Art.3: Verwendung der Bezeichnung «Alpen»
  • Art.8: Ort der Herstellung (bezogen auf Honig)
  • Art.10: Zertifizierung (bezogen auf Zutaten)
  • Art.12: Kontrolle (bezogen auf Kontroll-Rhythmus & zusätzliche Stichproben entlang der gesamten Wertschöpfungskette)
  • Art.13: Pflichten der Betriebe (nur Einleitungssatz)

Wie beim Bio gibt es für Berg & Alp neu auch ein über alle Zertifizierungsstellen harmonisiertes Sanktionsreglement !  (BLW-Weisung vom 2. Dezember 2020)

Die aktuelle Berg- & Alp- Verordnung ist unter diesem Link verfügbar.

Änderungen GUB/GGA-Verordnung 2021

Wichtigste Anpassung ist die Angabe der Zertifizierungsstelle auf Verpackungen/Etiketten.

In folgenden Artikeln gibt es Anpassungen:

  • Art.5: Berechtigung zur Einreichung eines Eintragungsgesuchs
  • Art.17 Abs. 2 Bst. e sowie Abs. 4 und 5: Schutzumfang; Verwendung eines Erzeugnisses mit geschützter Bezeichnung als Zutat
  • Art. 18 Abs. 1bis: Name oder Codenummer der Zertifizierungsstelle angeben
  • Art. 19: Anforderungen an die Zertifizierungsstellen und Auflagen
  • Art. 21a Abs. 4: aufgehoben
  • Art. 23a: Übergangsbestimmungen zur Änderung

Die GUB/GGA-Verordnung ist unter diesem Link verfügbar.

Neue Richtlinien Regionalmarken und neues AdR Dachreglement 2021

Ab dem 1. Januar 2021 ist eine neue Version der Richtlinien für Regionalmarken in Kraft, welche unter anderem die Grundlage für die Culinarium- und AdR-Zertifizierungen durch ProCert darstellt. Das AdR-Dachreglement wurde ebenfalls angepasst.

Die aktuellen Richtlinien in drei Sprachen finden Sie unter: www.schweizerregionalprodukte.ch.

Die allgemeinen Richtlinien, das AdR-Dachreglement plus zusätzliche Infos für Culinarium finden Sie unter: www.culinarium.ch. Auf dieser Seite ist auch das aktuelle Rezeptur- und Wertschöpfungsformular verfügbar.

Die wichtigsten Anpassungen der Richtlinien Regionalmarken:

  • Klare Deklarationen der Herkunft von Zutaten und der Aufbereitungs- und Verarbeitungsschritte ausserhalb der Region. Jeder Regionalmarkeninhaber hat festgelegt, wie die Deklaration erfolgen soll (siehe Gestaltungsmanual Culinarium und AdR Brandmanual).
  • Anpassung, bzw. Konkretisierung der Gebietsdefinitionen aller AdR-Regionen.
  • Gebietserweiterung AdR Basel
  • Anpassungen bei den bewilligten importierten Zutaten
  • AdR: Spezifische Vorgaben bezüglich Ökologie und Tierwohl ergänzt.

Die UMG (Union Maraichère de Genève) erhält als erste nicht französische Firma das Label Demain la Terre.

Die UMG, Gemüsehändler mit diversen Produzenten aus der Genferseeregion, erhält das Nachhaltigkeitslabel Demain la Terre, nachdem sie und einige ihrer Produzenten ein erfolgreiches Zulassungsaudit im zweiten Quartal 2020 absolviert haben.

Hervorzuheben ist, dass die UMG als erster Gemüsebaubetrieb ausserhalb von Frankreich das Label erhalten hat.

Für mehr Informationen, finden Sie hier das Zertifikat. Sehen Sie sich das Merkblatt zum Nachhaltigkeitslabel Demain la Terre an oder besuchen Sie die Homepage von Demain la Terre und der UMG (alle Dokumente und Links nur auf Französisch vorhanden).

Am 01. Januar 2021 tritt das angepasste Dachreglement Suisse Garantie in Kraft.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Änderungen:

  • Ziffer 3.1.2: Wenn ein Suisse Garantie zertifiziertes, zusammengesetztes Produkt als Zutat eingesetzt wird, kann es zu 100% als SGA-Zutat angerechnet werden und muss nicht aufgeschlüsselt werden. Die Handhabung war schon immer so, wurde jedoch nicht explizit erwähnt.
  • Ziffer 3.2.3: Aus rechtlicher Sicht braucht es in der Gastronomie eine glaubwürdige Kontrolle. Die Technische Kommission hat entschieden, dass der Prozess analog den aktuell berechtigten Betrieben ablaufen soll. Deshalb müssen Gastronomiebetriebe zukünftig zertifiziert werden.
  • Ziffer 4.5: Neu wird definiert, dass die Audits vor Ort stattfinden müssen (ausgenommen risikobasiert und in Ausnahmefallen). In der Handhabung war immer klar, dass die Audits vor Ort stattfinden müssen, dies wurde im Dachreglement aber nicht explizit erwähnt.

Das neue Dachreglement finden Sie auf der Homepage der AMS.

Migros und IP-SUISSE intensivieren Zusammenarbeit weiter

Neu wird die Migros das IP-Suisse-Label mit dem Marienkäfer für Produkte, wie zum Beispiel Fleisch oder Brot, die IP-SUISSE-Rohstoffe enthalten, verwenden. Kundinnen und Kunden soll die einfache Erkennbarkeit des Labels beim täglichen Einkauf helfen. Die flächendeckende Umstellung beginnt 2021.

Die Migros ist schweizweit die grösste Abnehmerin von nach IP-SUISSE-Standard produzierten Produkten. Die intensive Zusammenarbeit umfasst beispielsweise Lebensmittel wie Fleisch, Brot, Mehl, Rapsöl oder Teigwaren.

Durch die flächendeckende Übernahme des IP-SUISSE-Labels wird das TerraSuisse-Label der Migros mittelfristig abgelöst. Die Umstellung umfasst gut 2000 Produkte, beginnt Anfang 2021 und wird rund ein Jahr dauern.

Änderungen GSP 2020

Nachfolgend eine kurze Erklärung der vorgenommenen Änderungen.

GSP Konzept: Keine Anpassung 

GSP Standard:

-5.4 Lagerung: Formulierung betreffend Zellen angepasst

-5.9.3 Ausgangs-Rückstellmuster: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt

GSP Auditleitfaden: 

-5.9.3 Ausgangs-Rückstellmuster: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt GSP

Auditbericht: Keine Anpassung

GSP Umsetzungsdokumente:

-AA Probenahme, Probenahme bei Umlauf und Verlad: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt

-CL Umsetzung HACCP-Konzept, Kopfzeile: Formatierung berichtigt

-Annahmekontrollpunkte, Brandbutten: Konkretisierung betreffend Brandbutten bei nicht gebeizter Ware eingefügt

Veröffentlichung von IFS Food V7

IFS – International Featured Standards hat den neuen IFS Food Version 7 veröffentlicht.

Der IFS Food ist ein weltweit anerkannter Standard zur Bewertung von Lebensmittelherstellern hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität der Verfahren und Produkte.

Die neue Version dieses Standards gibt mehr Klarheit darüber, was von Auditoren erwartet wird, wenn sie ein IFS Assessment durchführen. Die Anforderungen haben jetzt einen präskriptiven Charakter, und die neue Struktur macht es einfacher, mit dem Standard zu arbeiten. Der Fokus ist stärker auf die Bewertung vor Ort und weniger auf die Dokumentation gerichtet. Zudem wurde bei der Erstellung die an die GFSI Benchmarkanforderungen Version 2020.1, FSMA und EU-Vorschriften angepasste Assessmentcheckliste bei der Erstellung berücksichtigt.

Um mehr zu erfahren besuchen Sie bitte unsere FAQ- und Ausbildungsseiten.

Info zum Einsatz von Bio‐Melasse und zur Zertifizierung von Mineral‐ und Ergänzungsfuttermitteln (Betriebsmittellistenprodukte)

Neuerungen im Bereich Biofutterproduktion:

1. Einsatz von Bio‐Melasse ab 2021

Konventionelle Melasse darf ihm Rahmen der 1 % Regelung dann eingesetzt werden, wenn sie nicht in biologischer Form verfügbar ist (VO 910.181: Art. 4b Absatz d). Da die Zuckerfabrik Frauenfeld mittlerweile genügend Biomelasse zur Verfügung hat und auch unter dem Jahr liefern kann, muss ab 2021 Biomelasse eingesetzt werden. Die Biomelasse der Zuckerfabrik Frauenfeld ist knospe‐zertifiziert und entspricht damit auch den Anforderungen von Bio Suisse. Diese Melasse wird auch in der Wiederkäuerfütterung zum Inlandanteil gerechnet.
Diese Regelung gilt für alle Futtermittelhersteller in der Schweiz. Im Jahr 2021 darf die eingesetzte Melasse mengenbilanziert werden, das heisst, die in den Produkten für Bio‐Betriebe in der Mühle eingesetzte Menge muss in Bio Qualität bezogen werden. Ab 2022 muss definitiv Biomelasse im Bio‐ bzw. Hilfsstoffknospeprodukt sein, auch in den im Ausland hergestellten, importierten Produkten.

2. Zertifizierung von Betriebsmittellisten‐Produkten (BML‐Produkte)

Zertifizierungspflicht

Ab dem 1.1.2021 besteht eine Zertifizierungspflicht von Mineral‐ und Ergänzungsfuttermitteln nach Bio‐Verordnung. Betroffen sind alle Futtermittel, die einen organischen Anteil haben, also mindestens eine Zutat landwirtschaftlicher Herkunft enthalten (was als Zusatzstoff registriert ist, zählt nie dazu, auch wenn er organisch ist oder organische Anteile hat).

Die Zertifizierungspflicht wird vom BLW ausgesprochen. Bio Suisse verlangt aktuell keine Knospe‐Zertifizierung. Bio Suisse verlangt weiterhin die Anmeldung der Produkte beim FiBL Futtermittelteam für die Betriebsmittelliste und die Einhaltung der Bio Suisse Richtlinien.

Anmeldung bei den Kontrollstellen

Damit alle Ergänzungsfuttermittel und Mineralstoffe mit organischen Anteilen ab dem 1.1.2021 zertifiziert sind, müssen die Produkte dieses Jahr noch kontrolliert und zertifiziert werden. Betroffen sind:

‐ Schweizer Firmen, die Futtermittel selber herstellen.

‐ Schweizer Firmen und private Verkäufer, die Futtermittel aus dem Ausland importieren: Sie brauchen eine Zertifizierung als Importeur von Bioprodukten. Die importierten Produkte brauchen ein Bio‐Zertifikat der Lieferfirma.

‐ Ausländische Firmen: Die importierten Produkte brauchen ein Bio‐(Import)‐Zertifikat der Lieferfirma.

Zusätzliche Infos finden Sie im Infobrief Juni 2020 vom FiBL.

Neue BRCGS-Registrierungsgebühren

Bestimmte BRCGS-Registrierungsgebühren werden ab dem 1. August 2020 geändert.

Diese Änderung betrifft insbesondere den Tarif des Dienstleistungspakets für die Basisprogramme (Food Safety, Packaging Materials, Agents & Brokers, Storage & Distribution und Retail), dessen Gebühr ab dem 1. August 2020 von 590 EUR auf 640 EUR / CHF 590 auf 680 CHF erhöht wird.

Die Gebühr für die Zertifikatsverlängerungvon bis zu 6 Monaten wird ab dem 1. August 2020 auf 320 EUR/CHF 340 erhöht.

BRCGS-Produktzertifizierungsprogramme

Das BRCGS hat zwei Produktzertifizierungsprogramme veröffentlicht:

  • Gluten Free Certification Program
  • Plant-Based Global Standard

Diese Programme stehen allen lebensmittelverarbeitenden Unternehmen offen und erlauben die Verwendung spezifischer Logos auf der Verpackung der zertifizierter Produkte.

Die Einzelheiten dieser Programme finden Sie unter https://www.brcgs.com/brcgs/gluten-free-certification-program/ und https://www.brcgs.com/brcgs/plant-based-global-standard/.

Wenn Sie interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner oder den BRC Verantwortlichen.

Neues Branchenreglement für Suisse Garantie Getreide, Ölsaaten sowie ihre Produkte

Per 1. Juli 2020 wird das neue Branchenreglement in Kraft gesetzt.

Die wichtigsten Anpassungen sind:

  • Wegfall des Zollanschlussgebietes Campione d'Italia
  • Formale Anpassungen im ganzen Reglement

Die neuste Version des Branchenreglements ist hier abrufbar: https://www.swissgranum.ch/suissegarantie

News zu FSSC 22000 Food, Packaging, Feed, Transport & Storage

Obligatorische Umfrage und neue Handhabung der Korrekturen

Obligatorische Umfrage

FSSC fordert die zertifizierten Unternehmen auf, ihren Status in Bezug auf die Auswirkungen der Pandemie abzuklären. ProCert hat dazu einen Fragebogen erstellt, welcher allen Kunden zugestellt wurde. Dieser Fragebogen muss nicht für Kunden mit offiziellen Anträgen auf Auditverschiebung oder Zertifikatsverlängerung ausgefüllt werden.

ProCert wird über das FSSC Portal über den Status seiner Kunden vor dem 1. Juli 2020 informieren.

Neue Handhabung der Korrekturen im Rahmen von geringfügigen Nichtkonformitäten für Audits ab dem 1. Juni 2020

FSSC hat entschieden, dass für alle Audits ab dem 1. Juni die Korrekturen neu innerhalb von 28 anstelle von 90 Tagen nach dem letzten Audittag umgesetzt werden. In diesen 28 Tagen muss ProCert auch die Implementierung mit vorgelegten Nachweisen vornehmen.

Der Korrekturmassnahmenplan muss neu auch innert dieser 28 Tage erstellt und durch ProCert validiert und freigegeben werden.

Eine Nichteinhaltung dieser Frist von 28 Tagen führt zu einer Suspendierung des Zertifikats (Stand heute).

Das ProCert Portal wird am 2. Juni einen Release erfahren und diese Anpassung integrieren.

Der ProCert Leitfaden zur Zusammenarbeit für den Bereich Lebensmittelsicherheits-Managementsysteme wurde entsprechend angepasst.

  • 14.05.2020

Schutzkonzept von Zertifizierungsstellen für Audits und Inspektionen während der COVID-19-Pandemie

ProCert und SQS haben in Zusammenarbeit ein Schutzkonzept für die Durchführung von Managementsystem- und Produktzertifizierungsaudits erstellt.

Zweck dieses Schutzkonzeptes für Audits und Inspektionen ist es, Massnahmen zum Schutz des Auditors/der Auditorin (auch in Auditteams sowie in Witness- oder anderweitiger Begleitung) und der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen des Unternehmens zu beschreiben, und zwar ergänzend zu den Anforderungen, die von Behörden, Unternehmen und weiteren Stakeholdern erlassen werden.

Das Schutzkonzept ist für angekündigte und unangekündigte Audits anwendbar, unter Vorbehalt möglicher Vorgaben des Standards oder des Zertifizierungsprogramms.