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Änderungen GSP 2020

Nachfolgend eine kurze Erklärung der vorgenommenen Änderungen.

GSP Konzept: Keine Anpassung 

GSP Standard:

-5.4 Lagerung: Formulierung betreffend Zellen angepasst

-5.9.3 Ausgangs-Rückstellmuster: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt

GSP Auditleitfaden: 

-5.9.3 Ausgangs-Rückstellmuster: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt GSP

Auditbericht: Keine Anpassung

GSP Umsetzungsdokumente:

-AA Probenahme, Probenahme bei Umlauf und Verlad: Konkretisierung betreffend Transportmitteleinheit eingefügt

-CL Umsetzung HACCP-Konzept, Kopfzeile: Formatierung berichtigt

-Annahmekontrollpunkte, Brandbutten: Konkretisierung betreffend Brandbutten bei nicht gebeizter Ware eingefügt

Veröffentlichung von IFS Food V7

IFS – International Featured Standards hat den neuen IFS Food Version 7 veröffentlicht.

Der IFS Food ist ein weltweit anerkannter Standard zur Bewertung von Lebensmittelherstellern hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität der Verfahren und Produkte.

Die neue Version dieses Standards gibt mehr Klarheit darüber, was von Auditoren erwartet wird, wenn sie ein IFS Assessment durchführen. Die Anforderungen haben jetzt einen präskriptiven Charakter, und die neue Struktur macht es einfacher, mit dem Standard zu arbeiten. Der Fokus ist stärker auf die Bewertung vor Ort und weniger auf die Dokumentation gerichtet. Zudem wurde bei der Erstellung die an die GFSI Benchmarkanforderungen Version 2020.1, FSMA und EU-Vorschriften angepasste Assessmentcheckliste bei der Erstellung berücksichtigt.

Um mehr zu erfahren besuchen Sie bitte unsere FAQ- und Ausbildungsseiten.

Info zum Einsatz von Bio‐Melasse und zur Zertifizierung von Mineral‐ und Ergänzungsfuttermitteln (Betriebsmittellistenprodukte)

Neuerungen im Bereich Biofutterproduktion:

1. Einsatz von Bio‐Melasse ab 2021

Konventionelle Melasse darf ihm Rahmen der 1 % Regelung dann eingesetzt werden, wenn sie nicht in biologischer Form verfügbar ist (VO 910.181: Art. 4b Absatz d). Da die Zuckerfabrik Frauenfeld mittlerweile genügend Biomelasse zur Verfügung hat und auch unter dem Jahr liefern kann, muss ab 2021 Biomelasse eingesetzt werden. Die Biomelasse der Zuckerfabrik Frauenfeld ist knospe‐zertifiziert und entspricht damit auch den Anforderungen von Bio Suisse. Diese Melasse wird auch in der Wiederkäuerfütterung zum Inlandanteil gerechnet.
Diese Regelung gilt für alle Futtermittelhersteller in der Schweiz. Im Jahr 2021 darf die eingesetzte Melasse mengenbilanziert werden, das heisst, die in den Produkten für Bio‐Betriebe in der Mühle eingesetzte Menge muss in Bio Qualität bezogen werden. Ab 2022 muss definitiv Biomelasse im Bio‐ bzw. Hilfsstoffknospeprodukt sein, auch in den im Ausland hergestellten, importierten Produkten.

2. Zertifizierung von Betriebsmittellisten‐Produkten (BML‐Produkte)

Zertifizierungspflicht

Ab dem 1.1.2021 besteht eine Zertifizierungspflicht von Mineral‐ und Ergänzungsfuttermitteln nach Bio‐Verordnung. Betroffen sind alle Futtermittel, die einen organischen Anteil haben, also mindestens eine Zutat landwirtschaftlicher Herkunft enthalten (was als Zusatzstoff registriert ist, zählt nie dazu, auch wenn er organisch ist oder organische Anteile hat).

Die Zertifizierungspflicht wird vom BLW ausgesprochen. Bio Suisse verlangt aktuell keine Knospe‐Zertifizierung. Bio Suisse verlangt weiterhin die Anmeldung der Produkte beim FiBL Futtermittelteam für die Betriebsmittelliste und die Einhaltung der Bio Suisse Richtlinien.

Anmeldung bei den Kontrollstellen

Damit alle Ergänzungsfuttermittel und Mineralstoffe mit organischen Anteilen ab dem 1.1.2021 zertifiziert sind, müssen die Produkte dieses Jahr noch kontrolliert und zertifiziert werden. Betroffen sind:

‐ Schweizer Firmen, die Futtermittel selber herstellen.

‐ Schweizer Firmen und private Verkäufer, die Futtermittel aus dem Ausland importieren: Sie brauchen eine Zertifizierung als Importeur von Bioprodukten. Die importierten Produkte brauchen ein Bio‐Zertifikat der Lieferfirma.

‐ Ausländische Firmen: Die importierten Produkte brauchen ein Bio‐(Import)‐Zertifikat der Lieferfirma.

Zusätzliche Infos finden Sie im Infobrief Juni 2020 vom FiBL.

Neue BRCGS-Registrierungsgebühren

Bestimmte BRCGS-Registrierungsgebühren werden ab dem 1. August 2020 geändert.

Diese Änderung betrifft insbesondere den Tarif des Dienstleistungspakets für die Basisprogramme (Food Safety, Packaging Materials, Agents & Brokers, Storage & Distribution und Retail), dessen Gebühr ab dem 1. August 2020 von 590 EUR auf 640 EUR / CHF 590 auf 680 CHF erhöht wird.

Die Gebühr für die Zertifikatsverlängerungvon bis zu 6 Monaten wird ab dem 1. August 2020 auf 320 EUR/CHF 340 erhöht.

BRCGS-Produktzertifizierungsprogramme

Das BRCGS hat zwei Produktzertifizierungsprogramme veröffentlicht:

  • Gluten Free Certification Program
  • Plant-Based Global Standard

Diese Programme stehen allen lebensmittelverarbeitenden Unternehmen offen und erlauben die Verwendung spezifischer Logos auf der Verpackung der zertifizierter Produkte.

Die Einzelheiten dieser Programme finden Sie unter https://www.brcgs.com/brcgs/gluten-free-certification-program/ und https://www.brcgs.com/brcgs/plant-based-global-standard/.

Wenn Sie interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner oder den BRC Verantwortlichen.

Neues Branchenreglement für Suisse Garantie Getreide, Ölsaaten sowie ihre Produkte

Per 1. Juli 2020 wird das neue Branchenreglement in Kraft gesetzt.

Die wichtigsten Anpassungen sind:

  • Wegfall des Zollanschlussgebietes Campione d'Italia
  • Formale Anpassungen im ganzen Reglement

Die neuste Version des Branchenreglements ist hier abrufbar: https://www.swissgranum.ch/suissegarantie

News zu FSSC 22000 Food, Packaging, Feed, Transport & Storage

Obligatorische Umfrage und neue Handhabung der Korrekturen

Obligatorische Umfrage

FSSC fordert die zertifizierten Unternehmen auf, ihren Status in Bezug auf die Auswirkungen der Pandemie abzuklären. ProCert hat dazu einen Fragebogen erstellt, welcher allen Kunden zugestellt wurde. Dieser Fragebogen muss nicht für Kunden mit offiziellen Anträgen auf Auditverschiebung oder Zertifikatsverlängerung ausgefüllt werden.

ProCert wird über das FSSC Portal über den Status seiner Kunden vor dem 1. Juli 2020 informieren.

Neue Handhabung der Korrekturen im Rahmen von geringfügigen Nichtkonformitäten für Audits ab dem 1. Juni 2020

FSSC hat entschieden, dass für alle Audits ab dem 1. Juni die Korrekturen neu innerhalb von 28 anstelle von 90 Tagen nach dem letzten Audittag umgesetzt werden. In diesen 28 Tagen muss ProCert auch die Implementierung mit vorgelegten Nachweisen vornehmen.

Der Korrekturmassnahmenplan muss neu auch innert dieser 28 Tage erstellt und durch ProCert validiert und freigegeben werden.

Eine Nichteinhaltung dieser Frist von 28 Tagen führt zu einer Suspendierung des Zertifikats (Stand heute).

Das ProCert Portal wird am 2. Juni einen Release erfahren und diese Anpassung integrieren.

Der ProCert Leitfaden zur Zusammenarbeit für den Bereich Lebensmittelsicherheits-Managementsysteme wurde entsprechend angepasst.

  • 14.05.2020

Schutzkonzept von Zertifizierungsstellen für Audits und Inspektionen während der COVID-19-Pandemie

ProCert und SQS haben in Zusammenarbeit ein Schutzkonzept für die Durchführung von Managementsystem- und Produktzertifizierungsaudits erstellt.

Zweck dieses Schutzkonzeptes für Audits und Inspektionen ist es, Massnahmen zum Schutz des Auditors/der Auditorin (auch in Auditteams sowie in Witness- oder anderweitiger Begleitung) und der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen des Unternehmens zu beschreiben, und zwar ergänzend zu den Anforderungen, die von Behörden, Unternehmen und weiteren Stakeholdern erlassen werden.

Das Schutzkonzept ist für angekündigte und unangekündigte Audits anwendbar, unter Vorbehalt möglicher Vorgaben des Standards oder des Zertifizierungsprogramms.

Das Dokument steht hier zum Download zur Verfügung.

Neues Branchenreglement für Suisse Garantie Milch und Milchprodukte

Per 1. Mai 2020 wird das neue Branchenreglement in Kraft gesetzt.

Wichtigste Änderungen:

  • Anpassung des Herkunftsgebiets: Campione ist seit 1. Januar 2020 im Zollgebiet der EU
  • Das Nachweisdokument 1 für die Milchproduktion kann in die Milchkaufverträge integriert werden.
  • Für gewerbliche Betriebe kann das Auditintervall im Ermessen der Zertifizierungsstelle auf 2 Jahre ausgedehnt werden, auch wenn die Betriebe keine AOP-, BAlV- oder Fromarte-Zertifizierung haben. 

Die neue Version des Branchenreglements ist unter diesem Link verfügbar:
https://www.swissmilk.ch/de/produzenten/milchmarkt/suisse-garantie/ 

COVID-19: Häufig gestellte Fragen

ProCert schlägt zwei neue FAQ-Abschnitte "COVID-19" und "COVID-19 GFSI" vor, die den am häufigsten gestellten Fragen zu den von der GFSI anerkannten Standards und anderen Standards gewidmet sind. Diese Zusammenstellung kann jederzeit den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden (Stand 1. April 2020).

Um die vielen Fragen zu beantworten, die unsere Kunden im Zusammenhang mit der aktuellen COVID-19-Krise haben, haben wir zwei neue FAQ-Rubriken "COVID-19" und "COVID-19 GFSI" geschaffen, die sich mit COVID-19 und seinen Folgen in den verschiedenen Bereichen der Zertifizierung befassen.

Diese Abschnitte werden regelmäßig entsprechend der Entwicklung der Situation und nach den von den verschiedenen offiziellen Stellen getroffenen Entscheidungen aktualisiert.

Das Fernaudit als echte Alternative

Als Folge der aktuellen Krise mit dem Coronavirus sind die direkten Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und die Durchführung von Audits vor Ort erweisen sich als schwierig oder gar unmöglich. Da bieten sich Fernaudits als die Lösung an.

Eine rasche Rückkehr zur Normalität ist nicht zu erwarten. Eine Vielzahl von Audits werden verschoben oder annulliert. Das muss nicht sein: es können Fernaudits durchgeführt werden. 

Für alle Standards möglich?

Alle Standards erlauben diesen Weg, ausser IFS, BRC GS Food und FSSC 22000.

Wie geht das konkret?

ProCert hat die Organisation und Durchführung von Fernaudits im Leitfaden zur Zusammenarbeit und weiteren Weisungen festgehalten. Der Leitfaden zur Zusammenarbeit steht allen Kunden im Bereich Managementsysteme im ProCert Portal zur Verfügung. 


ProCert bietet für Kunden kostenlose Infowebinare an (siehe Webinare

Für weiterführende Informationen stehen den Kunden die Kontaktpersonen, die Programmleiter und die Martkdirektoren von ProCert zur Verfügung.

Veröffentlichung von IFS Food V7 verschoben

Die Möglichkeit für Zertifizierungsstellen, sich nach dem IFS Food akkreditieren zu lassen, besteht seit der ersten Veröffentlichung des IFS Food Standards im Jahr 2002. Die Akkreditierung ist ein wesentlicher Teil der Sicherstellung der Integrität der IFS Standards, welche die Zertifizierungsstellen dann durch die Qualität ihrer eigenen Zertifizierungstätigkeiten nachweisen.

Mit der Etablierung eines einheitlichen europäischen Verfahrens, das eine Programmbewertung (EA 1/22) durch das Europäische Akkreditierungsforum (EA) erfordert, ist der IFS nun formell verpflichtet, dieses Verfahren einzuhalten und sich einer Programmbewertung für den IFS Food Version 7 zu unterziehen.

Dies hat jedoch zur Folge, dass die IFS Food Version 7 erst nach erfolgreicher Evaluierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) veröffentlicht wird.

Aus diesem Grund wurde die Veröffentlichung der IFS Food Version 7 frühestens auf Sommer 2020 verschoben. Sie tritt ein Jahr nach der Veröffentlichung für die Zertifizierung in Kraft.

FSSC Version 5 - Zusätzliche Anforderungen

FSSC hat zusätzliche Anforderungen zu ISO 22000:2018 genehmigt und bearbeitet, die mit dem V5-Protokoll obligatorisch sind.

Für die Kategorien (C, D, I, G und K) der Lebensmittelkette

Genehmigung von Lieferanten im Notfall

Zusätzlich zur Anforderung 7.1.6 "Steuerung von extern bereitgestellten Prozessen, Produkten oder Dienstleistungen" der ISO 22000:2018 muss die Organisation über ein Verfahren für die Beschaffung in Notfallsituationen verfügen, um sicherzustellen, dass die Produkte immer den spezifizierten Anforderungen entsprechen und dass der Lieferant bewertet wurde.

Interpretation: Beispiele für Notfallsituationen sind die Unterbrechung der Versorgung eines Lieferanten mit einem Rohstoff, wobei die Organisation in diesem Fall von einem anderen Lieferanten beschaffen muss, der nicht nach den Standardverfahren genehmigt wurde.

Das Notfallbeschaffungsverfahren muss in der Lage sein, das Risiko einer solchen Beschaffungzu bewerten und angemessene Beherrschungsmaßnahmen vorzuschlagen, um dieses Risiko zu mindern. Solche Maßnahmen können u.a. folgendes umfassen, sind aber nicht beschränkt auf

  • Vertiefte Wareneingangsprüfungen Einfordern von detaillierteren Analyseberichte
  • Durchführung von Probenahmen für weitere Analysen
  • Anwendung von detaillierten und formell akzeptierten   Spezifikationen
  • Einfordern des Nachweises der Zertifizierung durch eine Drittstelle

Für die Kategorie I (Verpackungen) der Lebensmittelkette

Zusätzlich zur Anforderung 8.5.1.3 "Eigenschaften der Endprodukte“ der ISO 22000:2018 muss die Organisation spezifische Anforderungen identifizieren, wenn die Verpackung verwendet wird, um dem Lebensmittel eine funktionelle Wirkung zu verleihen (z.B. Verlängerung der Haltbarkeit des Produkts).

Für die Unterkategorie CI - Verarbeitung verderblicher Lebensmittel tierischen Ursprungs

Versorgung mit Tieren, Fisch und Meeresfrüchten

Zusätzlich zur Anforderung 9.2 der ISO/TS 22002-1:2009 muss die Organisation eine Richtlinie für die Lieferung von Tieren, Fisch und Meeresfrüchten festlegen, die der Kontrolle verbotener Substanzen wie Pharmazeutika, Tierarzneimitteln, Schwermetallen und Pestiziden unterliegen.

Inspektion von Tieren

Zusätzlich zur Anforderung 10.1 der ISO/TS 22002-1:2009 muss die Organisation besondere Anforderungen an die Inspektion während der Unterbringung im Stall und/oder Ausweidung der Schlachtkörper haben, um sicherzustellen, dass die Tiere für den menschlichen Verzehr geeignet sind.

Zeit und Temperatur nach der Schlachtung

Zusätzlich zur Anforderung 16.2 der ISO/TS 22002-1:2009 muss die Organisation über spezifische Anforderungen verfügen, welche die Zeit nach der Schlachtung und die Temperatur in Bezug auf das Kühlen oder Einfrieren der Produkte definieren.

FSSC 22000 Version 5 - Wichtige Änderungen

Mit der neuen Version 5 von FSSC 22000 gibt es einige wichtige Änderungen. Wir fassen Ihnen die wichtigsten Punkte hier zusammen.

Zwingende Frist von 90 Tagen für Korrekturen

Neu müssen die Korrekturen zwingend innert 90 Tagen nach dem Audit abgearbeitet sein. Die Nachweise dazu müssen ins ProCert Portal hochgeladen werden. Bei einer Nichteinhaltung dieser Frist sind wir gemäss FSSC angehalten, das Zertifikat zu suspendieren.

Verfahren bei kritischen und schwerwiegenden Nicht-konformitäten

  • Bei einer bestätigten kritischen Nicht-Konformität muss das Zertifikat umgehend für maximal 6 Monate suspendiert werden. Ein Nachaudit ist zwingend zu planen.
  • Bei schwerwiegenden Nicht-Konformitäten müssen die Korrekturmassnahmen innert 28 Tagen umgesetzt sein, mit einem möglichen Audit vor Ort. Falls diese Frist von maximal 28 Tagen nicht eingehalten wird, muss das Zertifikat suspendiert werden.

Neue Anforderungen mit ISO 22000:2018 zur Thematik interessierte Kreise

Bei Interpretationsprobleme zur neuen ISO 22000:2018: wir haben für unsere Kunden einige Beispiele zur Thematik der interessierten Kreise in das ProCert Portal hochgeladen.

Informationspflicht innert 3 Arbeitstagen

Die Kunden haben uns über alle Änderungen in Ihrer Organisation zu informieren. In der Vergangenheit waren dies nur Punkte im Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit.

Neue Richtlinien BIO SUISSE 2020

Es gibt nur wenig Änderungen.

Die neuen BIO SUISSE Richtlinien 2020 finden Sie unter folgendem Link.

Änderungen gab es unter anderen in folgenden Bereichen:

  • Kennzeichnung: Neu Herkunftsangabe bei Fisch und Aquakulturen bei einem Anteil ≥10% in der Zusammensetzung
  • Nahrungsergänzungsmittel (nur Monoprodukte), Säuglingsanfangsnahrung, Folgenahrung und Getreidebeikost dürfen neu unter Berücksichtigung der produktspezifischen Weisungen mit der Vollknospe ausgezeichnet werden.
  • Mikrowellendetektion für die Herstellung von Grundstoffen (Jogurt, Milchprodukte, Speiseeis und Sorbet) neu erlaubt
  • Aufnahme Kokosblütenzucker
  • Einsatz von Naturgips bei der Herstellung von Zuckerrübenpellets zugelassen
  • Aufnahme von Produkten aus und mit Hanf
  • Fermentativ aus nitrathaltigem Gemüse hergestelltes Nitrit muss gekennzeichnet werden
  • UHT-Erhitzung neu bei Kokosnusswasser zugelassen

Zur Erinnerung: Alle Lizenznehmer füllen mindestens alle drei Jahre einen Nachhaltigkeitscheck aus. Alle Infos dazu sind auf www.bio-suisse.ch.

Zur Meldung von Rückstandsfällen benutzen Sie bitte das entsprechende Formular, welches auf unserer Homepage heruntergeladen werden kann.

Neue Richtlinien Regionalmarken und neues AdR Dachreglement 2020

Ab dem 1. Januar 2020 ist eine neue Version der Richtlinien für Regionalmarken in Kraft, welche unter anderem die Grundlage für die Culinarium- und AdR-Zertifizierungen durch ProCert darstellt. Das AdR-Dachreglement wurde ebenfalls angepasst.

Die aktuellen Richtlinien in drei Sprachen finden Sie unter: www.schweizerregionalprodukte.ch.

Die allgemeinen Richtlinien plus zusätzliche Infos für Culinarium finden Sie unter: www.culinarium.ch. Auf dieser Seite ist auch das aktuelle Rezeptur- und Wertschöpfungsformular verfügbar.

Die wichtigsten Anpassungen der Richtlinien Regionalmarken:

  • Hinweis, dass die Anforderungen im Rahmen des Markenschutzgesetzes zwingend einzuhalten sind
  • Neu sind die Begriffe Produktionsstandort, Urproduzenten, Betriebszentrum und regionale Zutaten definiert
  • Die Liste der bewilligten importierten Zutaten wurde angepasst
  • Branchenspezifische Vorgaben für Hortikultur-Produkte wurden aus der Richtlinie B1 in eine eigene Richtlinie C3 ausgelagert

Im AdR-Reglement wurden folgende Anpassungen vorgenommen:

  • Eine zusätzliche Genehmigung für importierte Zutaten gemäss Liste 5.1 ist NICHT mehr erforderlich.
  • Die Liste "bewilligte importierte landwirtschaftliche Zutaten" wurde angepasst.
  • Das Zusatzdokument W7.6.9, "Vorgaben für Produzenten und Händler von AdR-Gemüsesetzlingen, Blumen und Baumschulartikeln" von 2019 wurde durch die neue Richtlinie Regionalmarke C3 ersetzt.

Das Reglement kann auf der AdR-Seite der Migros heruntergeladen werden.

Neuerungen Bio-Verordnung

Neue Weisung des BLW an die Zertifizierungsstellen zur Harmonisierung ihres Vorgehens bei Unregelmässigkeiten im Bereich Bio-Verarbeitung und Handel und Neuerungen in der Verordnung über die biologische Landwirtschaft des WBF.

Neu besteht ein für alle Zertifizierungsstellen gültiges Sanktionsreglement zur Bio-Verordnung. Das Dokument ist auf unserer Homepage verfügbar.

Neuerungen in der Verordnung über die biologische Landwirtschaft des WBF (Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung):

  • Verarbeitung: Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren und Mikronährstoffe dürfen in Lebensmitteln nur dann verwendet werden, wenn dies vom Lebensmittelrecht vorgeschrieben ist.
  • Verarbeitung: Erbsenprotein wird als Verarbeitungshilfsstoff zur Klärung von Fruchtsäften, Obstweinen und Obstessig zugelassen. Bio Heublumenpulver wird als Hilfsstoff zur Lochbildung bei der Käseherstellung zugelassen.
  • Import: in Traces wird neu ein "qualifiziertes elektronisches Siegel" eingeführt
  • Import: Länderliste / Zertifizierung und Kontrolle: Diverse Anpassungen der Listen

Zertifikatsgültigkeit angepasst

Die Zertifikate für Heumilch sind neu zwei Jahre statt nur ein Jahr gültig.

Weiterführung zusätzlicher risikobasierter Kontrollen von Importen von Bio-Produkten aus Kasachstan, Moldawien, Russland, Ukraine und China

Die EU Kommission hat die Guidelines ergänzt und die Laufzeit um ein Jahr verlängert. Die Guidelines gelten für die Ukraine, Russland, Kasachstan, Moldawien und China. Sendungen, die aus einem dieser Länder stammen und über ein Drittland importiert werden, müssen denselben Massnahmen unterzogen werden wie Direktimporte.

Mindestens eine Probe soll von jeder dieser Sendungen gezogen werden. Die Probenahme erfolgt gemäss Weisung zum Vorgehen bei Rückständen im Bio-Bereich vom 20.11.2015.

In den Probenahmeprotokollen sollen die üblichen Angaben enthalten sein, insbesondere auch: Lot-Nummern, Nr. der Kontrollbescheinigung, Angaben zur Art der Probenahme: repräsentativ, nicht repräsentativ.

Die Proben sollen in einem akkreditierten Labor auf Pestizid-Rückstände (Wirkstoffspektrum) und auf Glyphosat untersucht werden. Das BLW kann Einsicht in die Ergebnisse nehmen.

Die Bewertung der Analysenergebnisse und das weitere Vorgehen sollen gemäss Weisung erfolgen. Ist die relevante Rückstandskonzentration kleiner als der/gleich dem Interventionswert, wird die Sendung für die Vermarktung freigegeben. Anderenfalls wird eine Ursachenabklärung eingeleitet. 

Wir bitten unsere Kunden, bereits vor dem Import solcher Produkte mit uns in Kontakt zu treten.

Neues Naturel-Pflichtenheft ab 01.01.2020

Das neu überarbeitete und auf den 01.01.2020 in Kraft tretende Pflichtenheft legt noch mehr Wert auf lange Teigruhezeiten und traditionelle Herstellung. Die ursprüngliche Reifezeit ergibt mehr Geschmack, längere Haltbarkeit und bekömmlicheren Genuss.

Neu: Die Teiggare (Reifezeit) beträgt für Normal- und Spezialbrote bei direkter Triebführung (Stockgare inkl. Stückgare) 12h oder bei indirekter Triebführung muss der Anteil Vorteig resp. Sauerteig (mind. 24h gereift) mindestens 15% betragen.

Der Vorstand hat beschlossen, dass bis zum 01.01.21 mind. 3 Brote nach dem neuen Pflichtenheft umgesetzt werden müssen.

Download vom Pflichtenheft www.ips-naturel.ch.